Wie die Stäbchen den Duft transportieren
Die Stäbchen bestehen aus einem porösen Material, das die Flüssigkeit über feine Kanäle nach oben zieht – denselben Effekt kennt man von einem Löschblatt, das Tinte aufsaugt (fachsprachlich: Kapillarwirkung). Oben angekommen, verdunstet die Duftmischung fortlaufend in den Raum, ohne dass ein Docht angezündet werden muss.
Aufbau
- Trägersystem: löst oder verteilt die Duftkomposition und beeinflusst Fließfähigkeit, Kapillartransport und Verdunstung. Eine speziell entwickelte Diffuserbasis ist nicht dasselbe wie reiner Alkohol.
- Duftkomposition: liefert den Duftcharakter. Ihre zulässige Menge richtet sich nach der konkreten Basis, der Löslichkeit und den rohstoffbezogenen Grenzwerten für die Endanwendung.
Praxis
Anders als ein Ultraschalldiffuser ist ein Stäbchendiffuser ein fertig abgefülltes Produkt. Nach dem Mischen sollte die Flüssigkeit zunächst geschlossen ruhen und auf Klarheit, Bodensatz oder Phasentrennung geprüft werden. Erst ein Test mit der vorgesehenen Flasche und den vorgesehenen Stäbchen zeigt, wie gut Flüssigkeitsaufstieg, Duftabgabe und Verbrauch zusammenpassen.
Sicherheit bei privater Nutzung
Die Flasche muss standsicher sowie außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren stehen. Verschüttete Flüssigkeit kann Oberflächen angreifen und Haut oder Augen reizen. Je nach Träger und Duftmischung ist außerdem Entzündlichkeit zu beachten. Für Stäbchendiffuser gelten die rohstoffbezogenen IFRA-Grenzen der Endanwendungskategorie 10A; der niedrigste einschlägige Wert im fertigen Produkt ist maßgeblich.