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Duftcharakter · Holzig & Natur

Waldig

Nadelig, harzig, kühl und weit. Kiefer, Fichte, Tanne, Wacholder und Zypresse gehören hierher. Es ist der lebendige Baum, nicht das geschnittene Holz – terpenreich, dadurch frisch und beweglich.

Kennst Du aus dem Alltag

  • ein Nadelwald an einem heißen Tag
  • ein frisch aufgestellter Christbaum
  • ein Saunaaufguss

Womit es verwechselt wird

Waldig wird mit holzig zusammengeworfen. Der Unterschied ist groß: Waldig ist kühl, nadelig und frisch, holzig ist trocken und warm. Ein Fichtennadelöl riecht nie wie Zedernholz. Die zweite Verwechslung ist die folgenreichere: Nadelöle sind derselbe Grundgeruch, den Bad- und WC-Reiniger jahrzehntelang benutzt haben. Wer Kiefer zu hoch dosiert, riecht nicht nach Wald, sondern nach Putzmittel.

Wo die Rohstoffe sitzen

Waldige Rohstoffe sind terpenreich und dadurch flüchtig, zwei bis vier Stunden. Die harzigen Anteile halten länger als die nadelig-frischen; deshalb riecht ein Nadelöl nach Stunden anders als am Anfang.

Aufgabe in einer Mischung

Weite und Klarheit. Waldige Noten geben einer Mischung Luft und einen erkennbaren Ort.

Wenn es zu viel wird

Es kippt nach Badreiniger – die klassische Falle bei Kiefer und Fichte, und sie tritt früher ein, als man erwartet. Gegensteuern geht nur begrenzt: Eine balsamische Basis dämpft den Reinigereindruck, nimmt ihn aber nicht ganz weg.

Aufgefangen wird es von

Balsamisch · Blumig · Moschusartig