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Seife · Fettgruppe

Sensibles Pflegeöl

Wertvolle, aber empfindliche Öle mit vielen mehrfach ungesättigten Fettsäuren – sie machen eine Seife anfällig für ranzige Flecken und gehören nur in kleinem Anteil hinein.

Was dazugehört

In der App zum Beispiel Hanf-, Nachtkerzen-, Borretsch-, Wildrosen-, Schwarzkümmel-, Traubenkern-, Distel- oder Walnussöl. Sie enthalten besonders viel Linol- und Linolensäure.

Warum sie heikel sind

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren reagieren leicht mit Sauerstoff. In der Seife kann der unverseifte Rest dadurch ranzig werden – sichtbar als orange Flecken mit altem, fettigem Geruch, oft erst nach Wochen.

Worauf zu achten ist

Nur in kleinem Anteil einsetzen, frische Ware verwenden, den Laugenunterschuss nicht unnötig hoch wählen und die fertige Seife kühl, trocken und dunkel lagern. Ihre besonderen Inhaltsstoffe werden zum großen Teil selbst verseift – von ihrer Wirkung bleibt in der Seife weniger übrig, als der Preis vermuten lässt. Die Fettgruppen sind eine Orientierungshilfe, keine chemische Einteilung: Jedes Fett besteht aus mehreren Fettsäuren und wirkt deshalb immer auf mehrere Seifeneigenschaften zugleich. Die Gruppe nennt, wofür ein Fett in einer Rezeptur vor allem eingesetzt wird.