Botanische Einordnung
Rosmarin trug lange den botanischen Namen Rosmarinus officinalis und wurde taxonomisch in die Gattung Salvia (Salbei) eingegliedert – der aktuelle wissenschaftliche Name lautet Salvia rosmarinus, der ältere Name ist in älterer Literatur und im allgemeinen Sprachgebrauch weiterhin gebräuchlich. Verwendet werden Blatt, junger Trieb und das blühende Kraut.
Wofür er traditionell verwendet wird
Rosmarin gilt traditionell als belebend, kräftigend, durchblutungsfördernd und klärend – besonders verbreitet in Haarwässern und Kopfhaut-Tonika, wo eine anregende, durchblutungsfördernde Wirkung auf die Kopfhaut zugeschrieben wird. Auch als klärender, antioxidativ wirkender Bestandteil in Gesichtswasser findet er Verwendung.
Passende Essenz-Verfahren
Für Haarwasser und Kopfhaut-Tonikum eignet sich ein Aufguss oder Hydrolat als milde Basis, eine Tinktur als konzentrierteres Konzentrat zum Verdünnen. Rosmarin ist zugleich eine gute Pflanze, um die eigene Zielsuche zu üben: Dieselbe Pflanze lässt sich sowohl für "Haarpflege" als auch für "Gesichtspflege" als Produktziel auswählen, mit jeweils unterschiedlicher, sinnvoller Konzentration.
Worauf zu achten ist
Rosmarin enthält camphenartige, kampferduftende Anteile, die in zu hoher Konzentration als reizend empfunden werden können – besonders bei Anwendung nahe empfindlichen Bereichen (Augenpartie) oder bei Kindern ist Zurückhaltung angebracht. Die kräftigende, anregende Wirkzuschreibung macht Rosmarin außerdem eher zu einer Tages- als zu einer Einschlafpflanze.