Botanische Einordnung
Die Ringelblume (Calendula officinalis, Asteraceae) ist eine genügsame Gartenpflanze, deren orange bis gelbe Blütenköpfe den Hauptteil ihres Werts tragen – Blatt und Samen werden seltener, aber ebenfalls genutzt. Ihre kräftige Farbe stammt von Carotinoiden, die sich beim Ölauszug sichtbar auf das Öl übertragen.
Wofür sie traditionell verwendet wird
Ringelblume gilt traditionell als regenerierend, beruhigend und hautschützend – eine der am häufigsten in Salben und Balsamen für strapazierte, rissige oder empfindliche Haut verwendeten Pflanzen. Diese Zuschreibung erklärt, warum sie in kaum einer Sammlung von Hautpflegepflanzen fehlt, ohne dass damit eine geprüfte medizinische Wirkung dieser App behauptet wird.
Passende Essenz-Verfahren
Ringelblume ist die Lehrbuch-Pflanze für den Ölauszug (Mazerat): Die fettlöslichen Carotinoide und weitere Inhaltsstoffe der Blüte gehen deutlich besser in Öl als in Wasser über, ein reiner Aufguss verschenkt hier sichtbar Wirkstoff und Farbe. Wer den Unterschied zwischen "Pflanze", "Ölauszug" und dem daraus später weiterverarbeiteten "fertigen Rohstoff" (z. B. einer Salbe) einmal an einer einzigen Pflanze nachvollziehen möchte, findet in Ringelblume das anschaulichste Beispiel im gesamten Bestand.
Worauf zu achten ist
Wie Kamille gehört Ringelblume zu den Korbblütlern – bei bekannter Korbblütler-Allergie ist entsprechende Vorsicht angebracht. Getrocknete Blüten verlieren mit der Zeit sichtbar an Farbkraft; für einen kräftig gefärbten Ölauszug lohnt sich möglichst frisches oder gut gelagertes Trockengut.