Kennst Du aus dem Alltag
- ein zerriebenes Pfefferminzblatt
- der erste Atemzug nach dem Zähneputzen
- kalte Luft im Winter
Womit es verwechselt wird
Fast alle erwarten das süße Kühle von Kaugummi und Zahnpasta. Das ist gezuckert und aromatisiert. Natürliches Minzöl ist nicht süß: Es ist scharf, krautig und in der Spitze fast beißend. Wer damit rechnet, ist nicht enttäuscht. Und: Krauseminze riecht ganz anders als Pfefferminze – deutlich weicher, fast an Dill oder Kümmel erinnernd, weil hier Carvon statt Menthol den Ton angibt. Die beiden sind nicht austauschbar.
Wo die Rohstoffe sitzen
Minzige Rohstoffe sind sehr flüchtig und nach einer guten Stunde weg. Das täuscht: Sie setzen sich so stark durch, dass sie den Gesamteindruck noch prägen, wenn man sie kaum mehr einzeln riecht.
Aufgabe in einer Mischung
Signal und Kälteeffekt. Wird eingesetzt, wenn ein Duft wach, frisch oder klärend wirken soll.
Wenn es zu viel wird
Der ganze Ansatz kippt nach Erkältungssalbe, und zwar schon bei sehr kleinen Mengen. Anders als bei den meisten Charakteren ist das ein Alles-oder-nichts-Fehler: Herausnehmen lässt sich Minze nicht, Verdünnen hilft nur begrenzt, weil sie sich durchsetzt. Dazu kommt die Haut – Menthol kühlt spürbar und ist bei kleinen Kindern im Gesichtsbereich tabu.
Aufgefangen wird es von
Balsamisch · Holzig · Blumig