Botanische Einordnung
Die Malve (Malva sylvestris, Malvaceae, Malvengewächse) ist mit ihren violett geäderten Blüten eine vertraute Garten- und Wildpflanze. Verwendet werden Blüte und Blatt, beide reich an Schleimstoffen (Polysacchariden).
Wofür sie traditionell verwendet wird
Malve gilt traditionell als beruhigend und feuchtigkeitsspendend – die enthaltenen Schleimstoffe quellen in Wasser auf und bilden einen feinen Film, der Feuchtigkeit auf der Haut hält. Das macht die Pflanze zu einer naheliegenden Wahl für Gesichtswasser, Cremes und Kompressen bei empfindlicher oder trockener Haut.
Passende Essenz-Verfahren
Ein Aufguss oder – schonender für die Schleimstoffe – ein Kaltauszug aus Blüte und Blatt lösen die pflegenden Polysaccharide gut heraus. Für eine reichhaltigere Rezeptur eignet sich zusätzlich ein Ölauszug (Mazerat).
Worauf zu achten ist
Schleimstoffreiche Auszüge sind mikrobiell empfindlich und sollten zügig verarbeitet und zuverlässig konserviert werden – die Schleimstoffe selbst bieten keinen Schutz vor Keimwachstum, eher im Gegenteil.