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Duftcharakter · Herb & Krautig

Krautig

Trocken, klar, ein wenig medizinisch. Was man riecht, ist das ätherische Öl im Blatt, nicht das Blatt selbst: Salbei, Rosmarin, Thymian, Lavendel. Häufig liegt eine kampferartige Kühle darin, die an Erkältungsbalsam erinnert.

Kennst Du aus dem Alltag

  • ein zerriebenes Salbeiblatt zwischen den Fingern
  • ein geöffneter Kräuterschrank
  • ein Hustenbonbon

Womit es verwechselt wird

Krautig und grün werden dauernd verwechselt, auch in Rezepten und Rohstoffbeschreibungen. Grün ist saftig und kühl – Stängel, Gras, Blattbruch. Krautig ist trocken und ätherisch – das Öl, das beim Zerreiben austritt. Wer beides gleichsetzt, wundert sich später, warum eine grün gedachte Mischung nach Apotheke riecht.

Wo die Rohstoffe sitzen

Krautige Rohstoffe sind mittelflüchtig und halten ein bis zwei Stunden. Rosmarin und Eukalyptus sind früh weg, Salbei und Muskatellersalbei bleiben deutlich länger.

Aufgabe in einer Mischung

Gibt einer Mischung Anspruch und Klarheit und hält Süße in Schach. Eine krautige Note verhindert, dass ein blumiger oder fruchtiger Ansatz beliebig wird.

Wenn es zu viel wird

Es riecht nach Apotheke und Erkältungssalbe. Die Grenze liegt niedriger, als man denkt, besonders bei Rosmarin und Thymian. Zurücknehmen geht nicht – es hilft nur, den Ansatz mit einer weichen Basis zu strecken.

Aufgefangen wird es von

Blumig · Fruchtig · Balsamisch