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Pflanze · Moschuskrautgewächse

Holunder

Eine vielseitige Pflanze, bei der Blüte und Frucht bewusst getrennt betrachtet werden. Rohe, unreife Holunderbeeren sowie Blätter und Rinde enthalten cyanogene Glykoside, die roh Übelkeit auslösen können – verarbeitet werden deshalb ausschließlich vollreife Früchte.

Botanische Einordnung

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra, Adoxaceae, Moschuskrautgewächse) trägt im Frühsommer cremeweiße Blütendolden und im Spätsommer schwarzviolette Beeren – zwei Erntezeitpunkte, zwei unterschiedliche Verwendungen.

Wofür sie traditionell verwendet wird

Holunder gilt traditionell als reinigend, pflegend und schützend. Die Blüte wird vor allem für Gesichtswasser und milde Anwendungen geschätzt, die Frucht eher für Sirup und Tinktur – beide Pflanzenteile werden bewusst als eigenständige Rohstoffe geführt, nicht als austauschbar.

Passende Essenz-Verfahren

Aus der Blüte lassen sich Aufguss und Hydrolat gewinnen; aus der Frucht eher eine Tinktur. Ein Aufguss aus den Blüten ist die schnellste, unkomplizierteste Zubereitung.

Worauf zu achten ist

Rohe, unreife Holunderbeeren sowie Blätter und Rinde der Pflanze enthalten cyanogene Glykoside (u. a. Sambunigrin), die roh Übelkeit auslösen können – verarbeitet werden sollten deshalb ausschließlich vollreife Früchte, und rohes Pflanzenmaterial außerhalb der reifen Frucht gehört grundsätzlich nicht in eine Essenz zur äußeren Anwendung ohne gesicherte Rezeptur.