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Duftcharakter · Frisch & Vital

Grün

Saftig, kühl, roh. Es ist der Geruch von verletztem Pflanzengewebe: gemähtes Gras, geknickter Stängel, aufgeschnittene Bohne. Oft mit einer leicht scharfen, fast unangenehmen Spitze.

Kennst Du aus dem Alltag

  • frisch gemähter Rasen
  • ein geknickter Tomatenstiel
  • ein zwischen den Fingern zerriebenes Blatt

Womit es verwechselt wird

Grün wird mit krautig gleichgesetzt, ist aber sein Gegenstück: saftig statt trocken, kühl statt ätherisch. Und grün wird mit frisch verwechselt, im Sinn von sauber. Grün ist nicht sauber, sondern pflanzlich-roh und kann in der Spitze regelrecht stechend sein.

Wo die Rohstoffe sitzen

Grüne Rohstoffe sind sehr flüchtig und nach zwanzig bis dreißig Minuten vorbei. Galbanum ist die große Ausnahme – es ist grün und zugleich schwer und bleibt den ganzen Tag.

Aufgabe in einer Mischung

Natürlichkeit. Eine grüne Note nimmt Süße weg und macht, dass eine Mischung nach etwas Lebendem riecht statt nach Produkt.

Wenn es zu viel wird

Es riecht nach Gartenabfall und Stängel, unreif und ein wenig bitter. Kleine Mengen sind hier die Regel – grün wirkt schon weit unterhalb der Schwelle, bei der man es einzeln benennen könnte.

Aufgefangen wird es von

Blumig · Moschusartig · Balsamisch