Botanische Einordnung
Beinwell (Symphytum officinale, Boraginaceae, Raublattgewächse) trägt seinen deutschen Namen nach seiner traditionellen Verwendung bei der Knochen- und Gewebeheilung ("Bein" im alten Sinn von Knochen). Verwendet werden Blatt und die kräftige, schleimstoffreiche Wurzel.
Wofür sie traditionell verwendet wird
Beinwell gilt traditionell als regenerierend, beruhigend und pflegend und wird vor allem äußerlich in Salben und Balsamen für beanspruchte Hautpartien eingesetzt – seine kräftige Wurzel gilt als besonders wirkstoffreicher Pflanzenteil.
Passende Essenz-Verfahren
Aus Blatt oder Wurzel lässt sich sowohl ein Ölauszug (Mazerat) für Salben und Balsame als auch eine Tinktur herstellen; ein einfacher Aufguss ist ebenfalls gebräuchlich, liefert aber ein schwächeres Ergebnis als die beiden anderen Verfahren.
Worauf zu achten ist
Beinwell enthält Pyrrolizidinalkaloide, denen eine leberschädigende Wirkung zugeschrieben wird – ein Grund, warum die innerliche Anwendung als Essenz in dieser App grundsätzlich nicht vorgesehen ist. Auch äußerlich gilt: nicht auf verletzter oder offener Haut anwenden, da die Aufnahme durch die Haut dort deutlich erhöht ist, und die Anwendungsdauer nicht unnötig ausdehnen.