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Duftcharakter · Würzig & Warm

Balsamisch

Süß, weich, warm, mit etwas Pudrigem. Benzoe, Perubalsam, Tolubalsam, Vanille und Styrax bilden diese Gruppe. Der Eindruck ist der von warmem Karamell ohne die Röstnote.

Kennst Du aus dem Alltag

  • eine aufgeschlitzte Vanilleschote
  • Karamell, kurz bevor es dunkel wird
  • eine sonnenwarme Kirchenbank

Womit es verwechselt wird

Zwei Verwechslungen, beide häufig. Erstens Balsamico-Essig: Beide Wörter kommen vom Balsam, gemeint ist aber Verschiedenes – hier geht es um die Harzbalsame von Bäumen, nicht um Essig. Zweitens harzig: Harzig ist trocken und kühl, balsamisch ist süß und weich. Weihrauch und Benzoe gelten beide als Räucherduft und sind in Wahrheit Gegenpole.

Wo die Rohstoffe sitzen

Balsamische Rohstoffe sind schwer und beständig, halten einen Tag und länger und binden dabei die flüchtigen Anteile an sich. Sie kommen spät: Vor ein bis zwei Stunden ist kaum etwas davon zu riechen.

Aufgabe in einer Mischung

Wärme und Rundung. Balsamisch schließt Lücken, fängt scharfe Kanten ab und macht eine Mischung angenehm.

Wenn es zu viel wird

Alles wird klebrig-süß und erinnert an ein Dessert; jede Kontur verschwindet. Weil balsamische Noten zugleich fixieren, bleibt dieser Zustand lange – das ist ein Fehler, der sich praktisch nicht mehr herausmischen lässt.

Aufgefangen wird es von

Herb · Krautig · Zitrisch