Körperpflege-Rezept

Calendula-Schutzbalsam für raue und beanspruchte Haut

Ein fester, wasserfreier Pflegebalsam mit Calendulaöl, Sheabutter und Bienenwachs. Er eignet sich für trockene, raue oder wetterbeanspruchte Hautstellen und überall dort, wo ein schützender, pflegender Film angenehm ist.

ca. 50 mlwasserfreifester Schutzbalsamohne Wasserphase

Zutaten

30 g Calendulaöl, zum Beispiel Ringelblumen-Mazerat in Oliven- oder Mandelöl
10 g Sheabutter
8 g Bienenwachs
optional: 1–2 Tropfen ätherisches Lavendel- oder Kamillenöl

Die Menge an Bienenwachs ist bewusst eher hoch gewählt. Dadurch wird der Balsam fester und schützender, aber auch etwas wachsiger als eine weiche Körperbutter.

Herstellung

  1. 1

    Fettphase schmelzen

    Calendulaöl, Sheabutter und Bienenwachs in ein hitzebeständiges Glas geben und im warmen Wasserbad sanft schmelzen.

  2. 2

    Ruhig verrühren

    Sobald alles klar geschmolzen ist, gut verrühren und das Glas aus dem Wasserbad nehmen.

  3. 3

    Kurz abkühlen lassen

    Die Mischung kurz stehen lassen, bis sie nicht mehr heiß, aber noch vollständig flüssig ist. Erst dann optional das ätherische Öl einrühren.

  4. 4

    Abfüllen

    In saubere, trockene Tiegel füllen und ohne Deckel vollständig auskühlen lassen. Danach verschließen und beschriften.

Warum diese Rezeptur stimmig ist

Calendulaöl

Ringelblumenöl wird traditionell für gereizte, trockene und beanspruchte Haut verwendet. In diesem Balsam bringt es den pflanzlichen Charakter der Rezeptur und macht sie besonders alltagstauglich.

Sheabutter

Sheabutter macht den Balsam geschmeidiger und nimmt dem Bienenwachs etwas von seiner Härte. Gleichzeitig unterstützt sie ein reichhaltiges Hautgefühl.

Bienenwachs

Bienenwachs gibt Festigkeit und legt einen feinen Schutzfilm auf die Haut. Das ist besonders angenehm bei rauen, trockenen oder häufig beanspruchten Stellen.

Wichtig ist die Einordnung: Das ist kein Wundheilmittel, sondern ein pflegender Schutzbalsam. Er ist für kleine, unkomplizierte Hautstellen im Alltag gedacht – nicht für tiefe, stark entzündete oder frische offene Wunden.

Anwendung

Eine kleine Menge mit sauberen Fingern oder einem Spatel entnehmen und dünn auf trockene, raue oder beanspruchte Hautstellen auftragen. Besonders praktisch ist der Balsam für Hände, Knöchel, Ellenbogen, kleine trockene Stellen oder als Schutzpflege für unterwegs.

Bei kleinen Kratzern oder Schürfstellen erst verwenden, wenn die Stelle sauber, oberflächlich und nicht mehr frisch offen ist. Bei Unsicherheit lieber nicht abdecken, sondern die Hautstelle beobachten und gegebenenfalls fachlich abklären lassen.

Varianten

Ohne ätherische Öle

Für Kinder, sehr empfindliche Haut oder die Anwendung im Familienalltag ist die unbeduftete Variante oft die bessere Wahl.

Weicherer Balsam

Wenn du den Balsam streichfähiger möchtest, kannst du das Bienenwachs auf etwa 5–6 g reduzieren und die Ölmenge entsprechend erhöhen.

Kleiner Tiegel für unterwegs

Ein kleiner 10-ml-Tiegel ist praktisch für Tasche, Rucksack oder Garten. Achte besonders unterwegs darauf, nur sauber zu entnehmen.

Wichtig zu wissen

Der Balsam ist ein kosmetisches Pflegeprodukt und kein Ersatz für medizinische Wundversorgung. Tiefe Schnitte, stark blutende, entzündete, nässende oder schlecht heilende Stellen gehören nicht unter einen selbstgemachten Balsam.

Ätherische Öle sind optional. Auf frischer, verletzter oder sehr gereizter Haut solltest du sie weglassen. Für Babys und Kleinkinder ist die unbeduftete Variante vorzuziehen; auch bei Kindern, Schwangeren, Stillenden, Allergieneigung oder sehr empfindlicher Haut ist Zurückhaltung sinnvoll.

Ringelblume gehört zu den Korbblütlern. Wer auf Korbblütler empfindlich reagiert, sollte den Balsam zunächst an einer kleinen Hautstelle testen oder lieber meiden.

Sauber gearbeitet und trocken entnommen ist ein wasserfreier Balsam meist mehrere Monate haltbar. Wenn sich Geruch, Farbe oder Konsistenz deutlich verändern, bitte nicht weiterverwenden.